4 comments

  1. Obwohl unbunt, scheint mir dies ein perfektes Frühlingsbild. Die Blüten strahlen ein Versprechen auf ein schönes Jahr aus; ich nehme es mal so hin.

  2. Das Bild und das vermeintliche Lutherwort könnte man auch mit Gottfried Benn gegenlesen:

    Was meinte Luther mit dem Apfelbaum?
    Mir ist es gleich – auch Untergang ist Traum –
    ich stehe hier in meinem Apfelgarten
    und kann den Untergang getrost erwarten –
    ich bin in Gott, der außerhalb der Welt
    noch manchen Trumpf in seinem Skatblatt hält –
    wenn morgen früh die Welt zu Bruche geht,
    ich bleibe ewig sein und sternestet –

    meinte er das, der alte Biedermann
    u. blickt noch einmal seine Käte an?
    Und trinkt noch einmal einen Humpen Bier
    u. schläft, bis es beginnt – frühmorgens vier?
    Dann war er wirklich ein sehr großer Mann,
    den man auch heute nur bewundern kann.

    Gottfried Benn: Sämtliche Gedichte, Stuttgart (Klett-Cotta)1998, S.460.

    Gruß
    Uwe

  3. Benn, der alte Spötter! Das kannte ich noch nicht, und bin prompt über “sternestet” gestolpert. Erst mit einem im Neudeutschen auf einmal populären Glottisschlag vor dem “stet” hab ich’s verstanden. Schön!

    … und jetzt will ja sogar die CDU Apfelbäumchen pflanzen. Ob die wohl bis September anwachsen?

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