Here, so far

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Taufkirchenweg, Bayerisch Gmain (OSM)

This church of Großgmain is in Austria, over the border we have learnt in the last decades to be almost non-existent in daily life. But in these times of plague, Austria suddenly is a foreign country, reachable only with test certificates.
So for me there is a longing in this photograph that is hopefully restricted to this spring. Just some more kilometres away waits Salzburg with its museums, supposed to open again in the next months. Until then I can only look over the border and imagine…

3 comments

  1. Ich höre gerade Dan Tepfer, Eleven Cages:
    https://dantepferpiano.bandcamp.com/album/eleven-cages

    Er spricht in den liner notes eine interessanten Gedanken an:

    “There’s something about cages that magnifies freedom … Constraints surround freedom and give it a frame, be they physical cages or a formal structure we choose to create within. They challenge us to ask: How free I can be inside this particular cage? How much wiggle room is there? At the end of the day, we are all encaged in some way — by the limits of our bodies, of our minds, of the political system we find ourselves in. The best we can do is find the wiggle room, and use it.”

    Ich verstehe Dein Thema mit Variationen über Minor Landscapes in bestechend schönen und technisch anspruchsvollen B/W-Fotos durchaus in diesem Sinne: In der Beschränkung liegt durchaus auch die Möglichkeit, eine andere Art der Meisterung zu erlangen, die Einschränkung nötigt einen dazu, innerhalb festgesetzter Grenzen die Frei- und damit Spielräume neu zu definieren.

    Oder interpretiere ich das zu optimistisch? Denn Deine Sehnsucht kann ich durchaus auch nachvollziehen. Je länger der Verzicht, desto größer die Gefahr, gleichgültig gegenüber dem Verzichteten zu werden und zuletzt sogar noch gleichgültig gegenüber dieser Gleichgültigkeit. Stichwort languishing:

    https://www.derstandard.de/story/2000126264972/languishing-dahinsumpern-im-blues-der-pandemie

    Insofern hoffe ich auf baldige Besserung der Situation.

    Gruß, Uwe

  2. Uwe, erstmal vielen Dank für den Link zu Dan Tepfers Musik – kannte ich noch nicht, gefällt mir dafür umso besser.

    Ich habe (zumindest für diese Zeit) schon meinen “wiggle room” gefunden, und, ganz richtig, die Minor Landscapes spiegeln auch das wieder: auch, weil ich dem so heiß gehandelten Illusionstheater der “Grand Landscape” (und deren kleiner Schwester Instagramitis) etwas entgegensetzen möchte. Diese Zeit der Heimsuchung scheint natürlich wie gemacht dafür… ich kenne niemanden, der nicht zumindest ein bißchen über die vielfältigen Einschränkungen klagt. Wobei mir die Erzählungen meiner Großmutter aus der Zeit des 2. Weltkriegs noch präsent sind, und dann mag ich nicht mehr laut jammern.

    Und dann bin ich sicher auch beeinflusst von Robert Adams’ Idee von Schönheit, die eben auch ganz subtil und unerwartet aufscheinen kann. Im Nachhinein betrachtet liegt vielleicht diese Einstellung den Minor Landscapes zu Grunde.

    Wobei ich zugeben muss, dass mir das “Dahinsumpern” (was für ein herrliches Wort!) auch nicht fremd ist… Das Schwermütige des Wieners ist ja ganz oft auch wieder kreativer Urgrund, sei es poetisch, satirisch oder gar agressiv (und im schlimmsten Fall: politisch).

  3. Danke für die Aufklärungen. Robert Adams behalte ich mal im Hinterkopf.

    Ich rette mich ja (wiggle room) in semifiktionale Prosamen und u.a. fotografische Stillleben. Jedem sein Pläsier, auch und gerade in dürftigen Zeiten. Machen wir also weiter. 😊

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