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Ads in the Underpass

Paul-Heyse-Unterführung, Munich

In the comments section of yesterday’s post They’re coming!, Uwe mentioned that my images from Munich and Berlin differ significantly, and this got me thinking. I grew up in Munich, so the view on my former hometown certainly is biased, but the occasions for photography are differing, too: In Berlin I am wandering, observing, pursuing photography (or photography is pursuing me), whilst in Munich I am almost exclusively using commuting time or errands as occasions for photography, more often than not under tight time constraints. So the sceneries from those two towns have to differ, and the only question is: how much?

Uwe correctly observed that I show a clean, straight, square Munich, while in my pictures Berlin is much more dirty. And yes, from my observations this is correct: I never found such dirty, messy areas, such numbers of punks and homeless people living in the streets, such a stench in some roads that you involuntarily mind your steps and try to find the least stained, least smelly path.

But, and this is also a remark from Uwe, from my pictures Munich is also less thrilling, and there I have to agree: Munich is rich and clean and well developed (and the administration really efficient), but – exciting it is not so much. Where Berlin is vibrant, anarchic, colorful, surprising, Munich is much less spectacular. The question that remains however is: which place would be preferable for living?

5 comments

  1. Schön, dass Dich meine Kommentar zum Nachdenken brachte. Ein großer Teil des Fotografierens gehört dem Denken danach, nach dem Machen, das Reflektieren dessen, wie etwas aussieht, wenn es fotografiert wurde, um einen Ausspruch von Winogrand aufzunehmen.
    Das heutige Bild von Dir ist eine Bestätigung dessen, was Du in Deinem Kommentar dazu schreibst: Selbst die Unterführungen in München sind korrekt, aufgeräumt, sauber, und keines der Plakate wurde bisher umgenutzt, beschädigt, überarbeitet. In Berlin wäre das undenkbar. Das heißt aber nicht, dass dort mehr Kreativität herrscht. Sie zeigt sich nur ungehemmter im öffentlichen Raum. Vielleicht ist auch der Ausdruckszwang des Einzelnen höher, weil die Konkurrenz so groß ist. Immerzu zwingt ein Statement, ein Bild, eine Aktion zur Reaktion und zur Kommentierung, wie auch immer und in welcher Form auch immer.
    Bei meinem letzten Münchenaufenthalt im Winter 2012 ist mir vor allem die fast völlige Abwesenheit der Graffiti aufgefallen, dazu das Saubere, Gepflegte der Anlagen, die biedere Korrektheit der Plätze. Als Kunsthistoriker ist mir die Stadt natürlich an Herz und Hirn gewachsen; als flanierender Fotograf allerdings war die Ausbeute sehr übersichtlich.
    Alledings wäre es anders, wenn ich dort leben würde, denke ich. Dann zöge es mich zum einen in die tristen Vororte, dahin, wo der “Polizeitruf 110” mit Edgar Selge oder mancher “Tatort” und die Folgen von “Unter Verdacht” gedreht wurden. Dort ließen sich sicherlich manch interessante Schau-Bilder des suburbanen Lebens und spannende archtektonische Blickachsen finden. Und zum anderen natürlich ins grandiose Umland, in die Berg-Natur. Nächstes Jahr sind wir wieder mal in Oberbayern im Urlaub. Im Blauen Land. Das sind schon jetzt schöne Aussichten für mich.
    Gruß, Uwe

  2. Schön, dass ich Dich zu einem Nachdenken anregen konnte.
    Ein Großteil der Fotografie besteht doch im Reflektieren nach dem Machen.
    Das heutige Bild entspricht dem von Dir Geschriebenen: Selbst die Unterführungen in München sind sauber, korrekt, aufgeräumt. Kein Riss in den Plakaten, kein Dreck in den Ecken, keine streetartistischen Überschreibungen.
    Doch das heißt nicht, dass es in München keine Kreativen gäbe, aber in Berlin sind wahrscheinlich der Druck größer und die Gelegenheiten mehr gegeben, sich zu zeigen, sich auszusdrücken, sich zu melden oder zu positionieren. Und dafür wird der öffentliche Raum genutzt, als Generator und Kommunikator. Hier in HaHa übrigens auch, zumindest in einigen “Szene”-Stadtteilen.
    Welchen Ort man dann zum leben wählt, unterliegt aber noch anderen Kriterien und Zufällen.
    Gruß, Uwe

    1. Ja Hans, München ist definitiv “clean”. Dass ich bis jetzt keine wilden bzw. verwilderten Ecken kenne, heisst natürlich nicht, dass es sie nicht gibt – eine Kneipen- und Kunstszene gibt es sicher, aber selbst Schwabing und Haidhausen sind mittlerweile bürgerlich.

      Dafür gibt’s hier auch keine solchen Zustände wie vor dem Berliner Landeszentrum für Gesundheit und Soziales, so sehr sich die Bayerischen Landespolitiker auch wie die derbsten Flüchtlingsfeinde zu positionieren versuchen…

  3. I like the new blog layout, Markus. I lived in Munich for a couple of post-college years in the 1980s, and visited Berlin a couple of times when it was still divided. Loved Berlin. Loved Munich, too, but if I had to choose to go back, even now as my older self, it would be Berlin. I always thought of Berlin as being a lot like New York City in that way. I don’t think any American cities are comparable to Munich.

  4. Thanks for the positive feedback on the layout, Michael.

    Yes, Berlin is vivid, anarchic in places, full of live – but also badly administrated in an almost pathetic way. Years ago they sold their municipal water works to a big company, now they have lesser quality for much higher prices. Their commuter train system broke down for almost a year some time ago, their handling of the refugees is ashaming…

    But I understand your point of view: Munich is so rich, clean, reputable – and square. It certainly has not that bubbling energy that Berlin has (not to speak of New York). My daughter is in the university there, and I love to visit that city. But for permanent? I don’t know…

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